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EuroRanch 3.0 music related weblog and sounds |
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posted by pruegger |
Kolossale JugendVerweise und Ästhetik. Darum geht es doch und Prinzhorn Dance School sind da vorne mit dabei. Der Rückgriff auf ein scheinbar radikales Konzept der Vergangenheit welches schon länger nicht mehr zur Anwendung kam, ein paar The Fall Platten, dazu noch auf dem richtigen Label, mehr braucht es nicht um in der Hipster-Welt für Aufruhr zu sorgen. Gutes Aussehen gepaart mit einem Hauch Radical-Chic, ordentlich krachen tut es auch. Der Kulturpessimist jammert natürlich, weil Musik „damals“ mehr konnte als nur „geil“ sein. Spannender als der Heroin-Chic alle Male. Und einmal die Woche Minimalpunk ist schon klasse. Chelsea, Lerchenfelder Gürtelbogen 29, Dienstag 13. Mai, 22:00 Uhr Prinzhorn Dance School - 4 Songs von Prinzhorn Dance School |
17:06 CET |
posted by pruegger |
Es wird dann auch kahlerAlopecia lautet der Titel des neuen Why?-Albums. Ein komisches Wort, hinter dem sich eine der gefürchtetsten Krankheiten der (Männer)Welt verbirgt: der Haarausfall. Das Fürchten lehrten mich auch Everlast und Konsorten mit ihrer grauenerregenden Vermischung von Hip-Hop und Blues. Crosshoverhorror hoch drei, diese fehlgeleitete Vermählung zweier testosteronstickiger Genres. Das Haarausfall-Thema ließ mich gleich das schlimmste befürchten. Wobei von HipHop war bei Why? zuletzt eh nicht mehr die Rede. Aber Aufregung umsonst. Es wird zwar ein Gang zurück geschalten, alles ein wenig besonnener angegangen, was sich möglicherweise auf die Wiederbelebung der Zusammenarbeit mit Fog zurückführen lässt, aber sonst stimmt immer noch was über Elephant Eyes gesagt wurde: Nur gute Menschen haben Lieder. Why? - 3 Songs von Alopecia |
14:54 CET |
posted by koal |
die neue von tv on the radiodas neueste von tv on the radio ist genau genommen nicht so ganz von tv on the radio, sondern - damit ich mich auch mal im namenrunterfallenlassen übe - von david sitek (tvotr), unterstützt von nick zinner (yeah yeah yeahs), sean antanaitis (celebration), ryan sawyer (stars like fleas), tom waits, der die songs geschrieben hat, und wer weiß wem noch. und gesungen wird auch in mehreren stücken wieder zu mehrerent und auch david bowie darf wieder mittun, aber für die leadvocals hat man sich eine neue geholt, von der wir bloß sagen wollen, dass sie eine manchmal fesch tiefe, nonchalante stimme hat, die sehr passend in siteks bombastlandschaften lustwandelt, walzt und discotanzt - oft lässig weit und unscharf im hintergrund. denn was sie sonst so macht und besonders, wie sie aussieht, interessiert uns aber schon sowas von gar nicht. echt. da denken wir lieber nach, ob der bass im letzten track nicht von meister thomas selbst gesungen wird ... scarlett johansson - 4 tracks von "anywhere i lay my head" |
12:00 CET |
posted by snivlem |
Es wird dann auch lauterWerbung gibt es bis heute keine, trotzdem kann davon ausgegangen werden, daß Shellac of North America heute Abend nicht alleine in Wien Simmering abhängen werden. Wie auf ihren Tonträgern wird auch bei Liveshows auf extra klaren Sound, hier zu hören bei einer posthumen John Peel Session größter Wert gelegt. In der Mitte steht das Schlagzeug, das der hechelnde Sportgoofy Todd Trainer bedient, flankiert vom zuckenden Gitarristen Steve Albini und dem stoischen Basser Robert Weston die hinter sich ihre der Moderne entwachsenen "stylischen" Blechkistenamps mit Monobedienung aufgestellt haben. Heraus kommt dabei der beste Minimalpunk der Gegenwart mit prima Liveunterhaltungswert. Heute Mittwoch dem 7.Mai in der Szene Wien ab 20:00 Shellac - 4 Tracks von "Exellent Italian Greyhound" |
09:38 CET |
posted by pruegger |
Es wird dann auch wärmerNeonverliebte Achtziger Retromukke, mehr Track als Song. Viel konnte ich mit Cut Copy nicht anfangen, zu sehr weckten die ein ungutes Gefühl in mir. Und jetzt das. Nicht dass mich das Wetter milde stimmen würde, es steckt alles in den Songs. Den Narzissmus auf ein erträgliches Maß zurückgesteckt, bieten Cut Copy ein Album das nur so strotzt vor leichtfüßigen Momenten, die Euphorie schlägt Funken, und die springen über (man merkt, die Frühlingsgefühle überwältigen mich). Klar ist das Retro-Momentum immer noch Trumpf, aber nicht mehr Selbstzweck, sondern ganz in den Dienste des Songs gestellt. Wenn dieses Album mal nicht das United des heurigen Sommers wird. „And All The Girls I Know Are Crying“ (falsch verstandene Textzeile). Cut Copy - 4 Songs von In Ghost Colours |
00:00 CET |
posted by pruegger |
Das sind Bewegte BilderIrgendwie ist das Donaufestival heuer nicht so richtig angekommen auf der Euroranch. Am Line-Up kann es nur bedingt gelegen haben. Mit Phosphorescent, Magik Markers, Xiu Xiu, Scott Matthew und der besten Band der Welt hätte es Gründe genug gegeben, groß Radau zu schlagen. Aber wir werden wohl alle älter und bequemer. Denn so ein Festival ist halt immer mit Stress verbunden, und Krems liegt nicht gegenüber dem rhiz. Glück für uns, dass mit These Are Powers heute Abend eine Band, aus dem recht großen Pool der erweiterten Noise-Musikantenschaft des Donaufestivals, einen Abstecher nach Neubau unternimmt. Damit es nicht zu wild zugeht, hat man sich für die schöne Tradition des Wohnzimmerkonzertes entschieden. Zu verdanken haben wir das den Menschen von der wunderbaren (weitere Superlativen sind gerne willkommen) Videoblog-Seite They Shoot Music, Don’t They. Wer hin will, schreibt den Herrschaften ein Mail, oder macht sich einfach mit mir gemeinsam auf den Weg. Mitten Im Siebten Wien, Sonntag 4. Mai, 20:00 Uhr These Are Powers - 3 Songs von der Terrific Seasons EP |
00:02 CET |
posted by pruegger |
Das verflixte zweite AlbumSo genannte Wunderkinder haben es nach ihrem Debütwerk meist schwer. Denn mit dem Alter verschwindet der Kind-Status und auch das mit dem Wunder kommt meist anders als erhofft. Kelley Polar sollte sich mit der Problematik auskennen. Klassische Musikerausbildung, akademische Ehren, verbandelt mit Metro Area, dazu ein überaus erfolgreiches Erstlingswerk. Was soll darauf folgen? Richtig, die konsequente Weiterentwicklung. Album Nummer Zwei bietet also: Synthesizer, Disco-Streicher, die Achtziger und eine entrückt klingende Stimme. Alles erklingt kühl und erhaben, Reife will bewiesen werden. Und so bleibt das Wunderkind zurück, um in ferner Zukunft Altmeister genannt zu werden. Kelley Polar - 4 Songs von I Need You To Hold On While The Sky Is Falling |
13:43 CET |
posted by koal |
dogmatisch und lässigwenn man in einem digitalen medium überhaupt drüber schreiben darf, was soll man dann zu den breeders schon sagen, außer: endlich wieder eine platte. jedes der stücke (ausgenommen die seltsam unnötig verhallte nummer 1, aber davon schweigen wir) von mountain battles ein schmuckstückerl, gemacht aus zwei wunderbar einfachen stimmen und wunderbar einfacher musik und, des dogmas wegen, keiner elektronik. hier erst mal die drei schmalzherzhits. demnächst uu die etwas "rockigeren", wo dann auch deutsch gesungen wird, oder so. the breeders - 3 tracks von "mountain battles" |
20:17 CET |
posted by sebastianb |
Das verflixte elfte JahrJa tatsächlich, stellen wir noch rasch am Tag der offiziellen Veröffentlichung die neue Portishead vor. Jetzt haben die trotz ihres verhältnismäßig zarten Alters seit 11 (!) Jahren nichts veröffentlicht, und das von damals hat uns Szenefuzzis bei aller Qualität ob des Trip-Hop-Hypes auch rasch gelangweilt, und nun das. Die Lounge für schwarz gewandete studentische Trauergesellen wird zugedreht, statt dessen geht's ab in die Fabrikshalle zum Schweissen - mit nacktem Oberkörper: industrieller Lärm, verstimmte Gitarren, unrunde Drums, verzweiflte Moogs und darüber die verstörende Stimme von Beth Gibbons fordern viel vom Zuhörer. Nummern wie die Single "Machine Gun" oder das hier eröffnende "We Carry On" würden sich ebenso gut in einer Düsterphase im Klub Beton wie im Emokinderzimmer machen. Trotzdem oder gerade deshalb wird das Ding ein Welthit werden. Einmal eine gute Band, offenbar immer eine gute Band. Portishead - 3 Nummern von "Third" |
23:28 CET |
posted by makotter |
Am Freitag: Klub Beton im FlucDiesmal verlassen mich der Koal UND der Bastl. Wohin wohl, die Szenefuzzis? So komm ich diesmal über Umwege zu einem neuen Host-Kollegen, den ich noch nicht mal kenne: DJ Armin Schmelz. Bekannt hingegen ist unser Gast: Nach längerer Papa-Pause beehrt uns wieder mal Patricio Salgado. [Klub Beton ...] Fluc Praterstern nähe Riesenrad, Fr 25.04. ab 21:00 h |
10:26 CET |
posted by pruegger |
Trunken müssen wir alle seinKlingen tun sie nicht mehr ganz so wild, die Herrschaften Man Man, was aber bitte nicht als Anbiederung missverstanden werden darf. Statt dem argen Tscheppern, ist jetzt halt arges Klimpern Trumpf. Kann man durchaus als eine leichte Annäherung an ein jazzigeres Instrumentarium deuten. Zumindest spielt sich der Film in meinem Kopf in einer verrauchten, stickigen, von osteuropäischen Migranten besuchten New Yorker Jazzhütte der Dreißiger Jahre ab. Die Szenerie beherrscht von der manischen Stimme, die den Männerchor dirigiert. Musik für Leute mit großem Durst (deswegen live nur in Innsbruck). Man Man - 4 Songs von Rabbit Habits |
15:00 CET |
posted by pruegger |
Die Alten und die Jungen“Those damn kids don’t they understand that you can’t do shit like that / Someday soon they’ll be just like us and they’ll stare down at their feet”, singt der Alan Sparhawk bei seinem Low Nebenprojekt, dem Retribution Gospel Choir. Da würde der Makotter gerne die Heizdecke wegwerfen, aufspringen und lauthals zustimmen. Wenn nur diese ständigen Wehwehchen nicht wären! Hoffen wir für ihn, dass der Kuraufenthalt hält was er verspricht. Bis dahin, Musik die nach Low klingt, mit (noch) mehr Gitarren, auf dass der Schwermut nicht zu kurz kommt. Retribution Gospel Choir - 4 Songs von Retribution Gospel Choir |
18:22 CET |
posted by pruegger |
Am Samstag: EuroRanch KlubDas Spektakel hat sich selbst zu richten. Folgerichtig, dass wir uns dieses Mal mit Crazy Bitch In A Cave einen Live-Act geladen haben, der Bescheid weiß über Möglichkeit und Gefahr der Glitzerwelt, genannt Pop. Die Musikmaschine gut gefüttert mit Breaks und kratzigen Melodien – das Abendkostüm mit Glam und Pomp aufgeladen. Performance ist das keine, sondern Annäherung an all die perfekt-durchschwitzten Nächte der Schnittstelle Klub/Konzert. Da mach ich mir ‘nen Schlitz ins Kleid und find es wunderbar. Ganz so einsam wie beschrieben, sollte es dann auch nicht zugehen, auf der Bühne. Denn ein Chor ist ein Chor ist ein Chor ist was Gutes (und quasi Tradition). Kreischen in der Keischen ausdrücklich erwünscht. [Klub Info ...] Rhiz Wien, Gürtelbogen 37, Samstag 19. April, 21:00 Uhr Crazy Bitch In A Cave - 4 Songs |
15:04 CET |
posted by pruegger |
Sweden Power In The Disco HourSkandinavien scheint weiterhin ein guter Boden für leicht discofizierte Pop-Musik zu sein. Davon kann man sich zB beim heuer extrem großnamigen SpringFestival überzeugen, wo Teeniestar-gone-Kritikerliebling Robyn für einigen Schweißverlust sorgen wird. Lykke Li ist ebenso wenig von schlechten Eltern. Auch wenn das Tempo vergleichsweise gedrosselt ist, tanzbares Material gibt es zu Genüge auf ihrem Debüt. Versehen mit einem Tick Melancholie, leicht hinterher hinkendem Takt und dem Hauch einer Ahnung von der Düsternis, welche hinter der ewig-lächelnden Oberfläche wartet (und damit sei kein Retro Porn gemeint). Lykke Li - 4 Songs von Youth Novels |
16:22 CET |
posted by pruegger |
Brennende LippenDas erste Evangelicals Album kann ich ja allen Freunden von Architecture In Helsinki wärmstens empfehlen. Das neue Werk klingt jetzt nicht mehr nach überbordender Pop-Wundertüte, gab es doch eine kleine Verlagerung hin zu, aehm, spärischen Welten. Quasi ein Umstieg des Kurzstreckenläufers auf eine längere Distanz. Es gab also keinen Muskelabbau, passt so, die dürfen sich weiterhin die Birne wegkiffen. Evangelicals - 4 Songs von The Evening Descends |
18:40 CET |
posted by snivlem |
JetztVon der Realität getrieben werkt Max Müller als Autor und Musiker seit Jahren am Rande der Öffentlichkeit. Über seine brachial verletzliche Band Mutter, Presse-Lieblinge und unereichbares Vorbild von z.B. Jochen Distelmeyer, gibt es seit ca. 3 Jahren das Dokudrama "Wir waren niemals hier" von Antonia Ganz, der heute! im Wiener Topkino anläuft. Im Anschluss eines anderen Films, an einem anderen Ort feiert Angelika Köhlermann ihren 10. Geburtstag mit einem Konzert von Max Müller, der die Gelegenheit nützt, um sein neues Album mit dem wunderbaren Titel "Die Nostalgie ist auch nicht mehr das, was sie mal war" vorzustellen. Topkino, Fr. 4.5. 19:00 Mutter im Kino philiale im Gartenbaukino, Fr. 4.5. 23:00 Max Müller live Max Müller - 3 Lieder von "Die Nostalgie ist..." Mutter - 7 Lieder von "Das Ganze Spektrum Des Nichts" |
11:46 CET |
posted by pruegger |
I Wanna Be SedatedEine meiner langweiligeren Jungsfantasien handelte ja von einer Punkband mit echt tougher Frontfrau. Natürlich in der New Yorker Rock’n’Roll Tradition. Enge Jeans, schwarze Lederjacken, die Haare wasserstoffblond. Die Optik schwarz-weiß, nur der Lippenstift pink. Mit den Busy Signals hätte ich da wohl meine helle Freude gehabt. Klassisch an den Ramones geschult, über jeglichen Ironie Verdacht erhaben, wird hier eine schnörkellose Definition von Coolness abgeliefert. The Busy Signals - 4 Songs vom gleichnamigen Album |
16:48 CET |
posted by makotter |
Heute Freitag: Klub Beton im FlucDa freuen wir uns: Es wurde zugesagt, dass die DJ-Anlage im Fluc nun tadellos sein soll. Dann probier ma das heut aus ... Spezialgast ist diesmal DJ dB oder kurz: Daniel Bemberger. [Klub Beton ...] Fluc Praterstern nähe Riesenrad, Fr 28.103. ab 21:00 h |
11:33 CET |
posted by snivlem |
Schwimmer haben wieder SaisonSchwimmen ist hierorts aufgrund übertriebenen Nationalgefühls wieder zum Mannschaftssport gereift, was Individualwasserfreundinnen durch vereins- gesperrte Bahnen zu spüren bekommen. Aber es gibt auch einen netten Schwimmer, der neuerdings aus Zweien besteht. Klaus Tschabitzer und Erwin Matejicek sind ab jetzt Der Schwimmer und als solcher wird sich nach wie vor "um die Verbesserung Mitteleuropas" bemüht. Die Aufdoppelung hat natürlich die Musik einigermaßen verändert, so gibt es jetzt tonnenschwere Metallblöcke ebenso wie Country, Afrikanisches und natürlich Popsongs zu hören. Nebenbei kümmerte man sich um die musikalische Ausgestaltung des Filmes "Wonderful, Obdachlose machen Urlaub" von Hubsi Kramer. Film 3Raum Anatomietheater, Fr. 28.3., Beatrixgasse 11 im 3. Bezirk, ab 20:00 Der Schwimmer - 1 x neuer Sound |
12:30 CET |
posted by snivlem |
Frühling im SouterrainZum Greifen nahe sind die Sonnenstrahlen am Sonntag Abend in einem adaptierten Betonschlauch am Wiener Praterstern. Raz Ohara, discoaffiner Lagerfeuerromantiker beehrt das Fluc mit einem selbst gebastelten Danceset. Die Stimmvergleiche liegen auf der Hand, Funk ist an Bord und hoffentlich im Gepäck der mit Luomo gezwirbelte weicheste Clubhit aller Zeiten, "On a Runaway". Eingerahmt wird der dänische Sangeskünstler von den ebenfalls in Berlin ansässigen Peak & Swift (Salon Renate) und den Exitmenschen. Wem es nach Sonnenaufgang noch immer nicht warm genug ist, sollte zum Frühschoppen das Badeschiff besuchen. Fluc Praterstern nähe Riesenrad, So. 23.03. ab 22:00 Badeschiff, Donaukanal nähe Urania, Mo. 24.03. ab 6:00 Raz Ohara - 3 Lieder zum Tanzen |
11:00 CET |