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Samstag, November 19, 2005




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sebastianb
Singet, wem Gesang gegeben (Musik für den Streichelzoo XVIII)!
Wieder Tiger für den Streichelzoo. Wieder Pop aus Amerika, und zwar von den Kimchee recording artists TIGER Saw. Wieder ganz schön schön. Eröffnet wird wieder, das gehört ja mittlerweile offenbar zum guten Ton, mit einem Walzer (und das bleibt nicht der einzige), diesmal schon fast adventlich gestimmt. Und der gibt auch das Motto vor: singt, singt, singt! Hier ist fast ein ganzer Musikverein am Werk (bis zu 16 Leute und mehr): Stehaufbass neben E-Bass, Banjo, Cello, ein paar Gitarren, und alle singen darauf los, dass es eine Freude ist. Und die Musik ist, wie sie selbst das nennen: "jazz in concept, but not in execution". Spitze! Und wenn man dann noch auf einem Label veröffentlicht, das nach der koreanischen Variante von Sauerkraut benannt ist, kann ja nix mehr schief gehen. Kein Österreichtermin auf der derzeit stattfindenden Europatournee, vielleicht könnte ja noch rasch wer was auf die Beine stellen?

play Tiger Saw - 6 Tracks von "Sing!"
11:04 CET
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sebastianb
Misc. et al. heute im Renz
Die Hauptprotagonisten von Sender Records, Misc. geben sich heute im Renz ein Stelldichein. Alte Hasen, die schon ziemlich alles mitgemacht haben, was die Elektronikmusik hergibt. Heute eine moderne, minimalistische, aber populäre und natürlich tanzbare Spielart des Techno. Außerdem: Aufleger Christopher Just, der das letzte Mal sehr gut in Form war.
Cabaret Renz, 1020 Wien Zirkusgasse 50, heute ab 22:00

play Misc. - 4 Tracks von "Like Morning in Your Eyes"
09:22 CET
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Donnerstag, November 17, 2005




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koal
der blues will eine maschine sein
es ist blues, es ist krautrock, es ist techno, es ist euroranch! jonathan kane, of swans fame, trommelt und schrammelt sich durch orchesterstücklange minimalcountrybluesnummern, denen zum techno bloß die technik fehlt, denn hier ist alles handgespielt, saiten und felle. aber meine herrn! diese trümmer haben es derart in sich, dass mein tanzbein nicht weiß, wo es zuerst hintreten soll. wenn heuer noch ausdauergetanzt wird, dann dazu. freuen sie sich auf das zweite stück mit dem wahnsinnig walzenden ende und nehmen sie sich zeit für das erste: der mann kommt definitiv aus bad schaffelbad.

play jonathan kane - 2 tracks von "february"
20:23 CET
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sebastianb
Schluss mit Slowcore
Musikalisch, so scheint es, haben die Schotten von Arab Strap ihren Frieden mit der Welt gefunden. Schneller, souliger, auf der Schlussnummer gibt es sogar fröhliche Bläser wie bei Lambchop, nur ganz selten blitzt die gewohnte Düsternis noch durch. Und kann man echt so brav aussehen? Aber auch die offenen und, na ja, direkten sexuellen Anspielungen ("It was the biggest cock you'd ever seen, but you've no idea where that cock has been") sind jugendfreundlicher geworden - hm, in der Eröffnungsnummer eigentlich nicht. Schöne Musik bleibt das aber trotzdem. Vielleicht wollen sie ja einen Hit?

play Arab Strap - 5 Tracks von "The Last Romance"
19:59 CET
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Mittwoch, November 16, 2005




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p.waltner
Achtung: Morgen gibt es Kunst!
Und zwar hat eine liebe Freundin von mir ihre erste Ausstellung. Fotos werden gezeigt. Selber bin ich ja ein Banause. Aber nach Eigendefinition geht´s in ihren Bildern um: "nackte Jungfern, die mit Elektro spielen." Das nenn ich eine Ansage. Übrigens heißt die junge Künstlerin Maria Maeser und einen Teil ihrer Arbeiten kann man/frau sich auf maama.at anschauen. Die Vernissage ist morgen Abend in der fishGallery (nicht die), in der Gonzagagasse. Punkt.
Photophil, Vernissage Maria Maeser, 1010 Gonzagagasse 12, Do 17.11., 20:00 Uhr
17:43 CET
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Dienstag, November 15, 2005




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koal
schwarzer wald mit tollkirschen, unbewegt
wenn der sonntagstatort gar zu fad ist und auch das stillleben mit blutigem karpfen nicht von der hand gehen will, dann rate ich zur lektüre von adalbert stifter und gleichzeitigem abhören der unheimlichen hinterwäldlerballaden von earths hex und daniel lanois' süßem pedalsteelgiftgebräu belladonna. erstere bereichern die wüstensoundwelten von melvins und konsorten um banjo- und steelguitar, bei letzterem kommt der sound aus der halle des bergkönigs und wird selbst vor lamontanaratrompeten nicht zurückgeschreckt. beides musiken des völligen stillstands, ob nun ausgetrocknet oder eingefroren. große portionen 3/4 takt zudem, naturgemäß.

"[...] und nun Clarissens Harfe plötzlich ertönte - man wußte nicht woher, denn das lichtgraue Haus lag auf diesen großen Massen nur wie ein silberner Punkt - und wenn die leichten einzelnen Töne wie ein süßer Pulsschlag durch die schlafende Mitternachtluft gingen, die weithin glänzend, elektrisch, unbeweglich auf den weiten schwarzen Forsten lag: so war es nicht anders, als ginge sachte ein neues Fühlen durch den ganzen Wald, und die Töne waren, als rühre er hie und da ein klingend Glied, - das Reh trat heraus, die schlummernden Vögel nickten auf ihren Zweigen und träumten von neuen Himmelsmelodieen, die sie morgen nicht werden singen können, - und das Echo versuchte sogleich das goldne Räthsel nachzulallen." (Der Hochwald).

play earth - 3 tracks von "hex"
play daniel lanois - 4 tracks von "belladonna"
19:40 CET
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sebastianb
20 Jahre Young Gods: morgen live!
20 Jahre gibt es nun die Young Gods. Grund genug zu feiern und mit "XX Years 1985 - 2005" eine Werkschau auf den Markt zu werfen, um das mal salopp zu formulieren. Einmal mehr wird das bewährte Konzept "CD1: best of" und "CD2: remixes & rarities" umgesetzt, und in dieser kompakten Form wird die Stilvielfalt der Schweizer besonders deutlich: Electro, Industrial, Metal, Ambient, Chanson - alles drin und dabei laufend Innovationen z.B. durch den frühen Einsatz von Samplern im Rockkontext. Bevor das langweilig wird, erobert eher der Feminismus die Machohütte Chelsea. Zum Darüberstreuen auch morgen live in Wien. Groß, hingehen!
Szene Wien, 1110 Hauffgasse 26, Mi. 16.11., 20:00 Uhr

play Young Gods - Best of Tracks von XX Years 1985 - 2005
08:02 CET
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Montag, November 14, 2005




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snivlem
pinkrock in wien
o.k. wird hatten le tigre auf der donauinsel, das ladyfest in der stadt und heute kommen noch die wunderbaren krachgören von the gossip nach wien. es gibt also weniger zu jammern, auch wenn feminismus in der pop-rock-punk-musik bei weitem noch nicht selbstverständlich ist. etwas optimismus soll mal nicht schaden.
chelsea wien, gürtelbögen 29-30, montag 14.11. ab 21:00

play gossip - 6 lieder
11:52 CET
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koal
everybody's darling bastardl
allseits beliebt scheinen dieser tage deerhoof zu sein. und tatsächlich, 20 stücke lang vertrackte kopfkost für den musikwissenschaftler, 60s-rock für den ewigen stromruderer und kinderliedcharme für mich, wo gibt's das schon? klingt, als hätten es cocorosie, stereolab, die breeders ... mit captain beefheart, firehose, sonic youth, fugazi ... getrieben. jede gegen jeden, weiß der teufel. ergebnis jedenfalls eine promenadenmischung, die sich vom simplen popschrammler bis zu verschroben artrockigen rhythmuswechseln, 5er-takten und freitonalen anfällen bei nix was scheißt. wenn alle wiener bastardln so wundervolle haufen kacken würden, ich wäre ein begeisterter spaziergänger.

play deerhoof - 5 tracks von "the runners four"
11:42 CET
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Sonntag, November 13, 2005




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sebastianb
23:03 CET
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koal
angestrengt zuhören
damit nix sein kann, vonwegen erster in der reihe, und weil ich heute endlich meinen computer an meinen alten acoustic research verstärker mit den wharfdale boxen gehängt hab' und plötzlich alle musik so viel schöner tut, hier ein kleiner tip für alle freunde des garantiert kopfigen: die hier nachzuhörenden streams der radio resonance 104.4 fm sendungen des wire magazines und der qualitativ wirklich superne 128k stream ebendieser londoner kunstradiostation.

play the wire presents adventures in modern music, 27 october 2005
play resonance 104.4 fm 128k mp3 stream
21:42 CET
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koal
zarte knopferl
wenn jemand ganz herzallerliebste popschmalzliederln spielt, einerseits, und dann dazu sein keyboard immer wieder durch meinen lieblingseffekt jaukt, bis es so richtig fein zirpt und kracht, andererseits, dann hat er bei mir ausgesorgt. verbrutzelt äußerst angenehm die endorphinrezeptoren im rückenmark und reinigt schonend von ohrenschmalz, dieser kratzige schmus von den beiden herrschaften von broadcast. tender buttons, mmh, dreh' die bitrate noch ein wenig runter, liebling.

play broadcast - 4 tracks von "tender buttons"
18:18 CET
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sebastianb
Und jetzt klatschen alle mit
Mit den Brooklynern Clap Your Hands Say Yeah beschert uns die nächste amerikanische Gitarrenband nach Wolf Parade und Rogue Wave vorweihnachtliches Glitzern in unseren Kinderaugen. Bekannt wurden sie über, äh, Musikweblogs. Alleine durch Netzpropaganda konnten 20.000 Exemplare des Debuts nur über Eigenversand - ohne Label - abgesetzt werden. So gesehen sind wir ja fast schon etwas spät, aber die Informationen von überm Teich brauchen eben auch im 3. Jahrtausend noch etwas Zeit durch die Kupferkabel. Die Europa-Veröffentlichung kommt wohl erst im Jänner, aber zum downloaden gibt es hier und hier jetzt schon was. Die Pop-Perlen von drüben reissen aber auch nicht ab im Moment.

play Clap Your Hands Say Yeah - 5 Tracks des selbstbetitelten Debuts
18:17 CET
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